Bereits seit Jahrzehnten wird Hyaluronsäure in der Medizin genutzt. Insbesondere bei Arthrosebeschwerden als „Gelenkschmiere“ oder zur Behandlung von Narben, Wunden und zur Pflege von trockenen Augen ist sie gefragt. Es handelt sich dabei um ein Kohlenhydrat, welches vom Körper selbst gebildet wird. In fast jeder Zelle lässt sich das Mucopolysaccharid finden. Es kann unglaubliche Mengen Wasser binden und so können sechs Liter Wasser bereits in einem Gramm der Säure gespeichert werden. Für die Beweglichkeit von Gelenken ist es deshalb nicht zu ersetzen. Aufgrund seiner Eigenschaften ist Hyaluronsäure im Glaskörper des Auges ein Hauptbestandteil. Zudem werden von ihr Muskeln und Sehnen mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt. 

Eine herausragende Rolle spielt die Substanz auch für die Haut. Studien zufolge werden Fibroblasten durch die Hyaluronsäure in den unteren Hautschichten aktiviert. Die Kollagenproduktion wird angeregt und die Haut wird durch das Bindegewebsprotein glatt und prall. Die Hyaluronproduktion wird mit zunehmendem Alter reduziert. Somit klagen die Betroffenen öfter über trockene Augen, steife Gelenke oder faltige Haut. 

 

In tieferem Gewebe ist die Wirkung nachhaltig 

Für die ästhetische Medizin und die Kosmetikproduktion ist Hyaluronsäure aufgrund ihres positiven Einflusses auf die Haut gefragt. Falten werden durch Cremes mit dieser Substanz geglättet. Da nur die oberste Hautschicht von diesem Effekt profitiert, hält die optische Veränderung zumeist nur einige Stunden an. Durch die Injektion wird der Filler jedoch in tieferes Gewebe transportiert. Etwa ein Jahr hält die Wirkung an, bei mehreren Behandlungen sogar zwei. 

Dr. Jörg Dabernig differenziert jedoch und betont, dass nicht jeder Hyaluronfiller gleich ist. Substanzen, die in modernen Verfahren hergestellt werden, weisen viele Moleküle und lange Zuckerketten auf. Diese monophasische, monophasische und hochpotente Hyaluronsäure verteilt sich im Gewebe besonders gut und überzeugt durch eine anhaltende Wirkung und einen ausgeprägte Hebeeffekt. 

 

 

Die unprofessionelle Anwendung birgt Gefahren 

Risiken birgt unprofessionelle Anwendung immer. Sollte der Filler nämlich falsch angewandt werden, dann kann es zu belastenden Nebenwirkungen kommen. Entzündungen und Infektionen können die Folge sein. Sogar sichtbare Stränge und Knötchen können sich bilden, wenn das Einspritzen des zähflüssigen Fillers zu oberflächlich geschieht. Auch bei einer zu großen Menge wird das Ergebnis nicht begeistern. Es entstehen möglicherweise abgesetzte Apfelbäckchen.

 

 

Materialien von früher 

Eigenfett kommt kaum noch zum Einsatz, da die Aufbereitung und Gewinnung der körpereigenen Fettzellen sehr kompliziert ist. Der Effekt hält zwischen drei Monaten und vielen Jahren an. Bei ausgeprägten Volumendefiziten wird eine Behandlung mit Eigenfett bevorzugt. Diese muss in der Regel zwei bis dreimal wiederholt werden. Der Effekt bei Milchsäure baut sich erst langsam auf. Mindestens drei Behandlungen in vierwöchigem Abstand sind notwendig und häufig ist eine Knötchenbildung zu beobachten. Andere Kollagenprodukte von früher lassen sich auf dem Markt gar nicht mehr finden. Dazu gehören Silikon oder Acrylate, die sich im Körper nicht abbauen. Das Komplikationsrisiko ist einfach zu hoch und nur mit den richtigen Präparaten darf sich der Patient auf die erhofften Ergebnisse freuen.

 

2018-07-20T18:26:35+00:00 20. Juli 2018|