fadenlifting_moderne_faltentherapie

Fadenlifting – minimal invasiv mit sofortiger Wirkung. 

Das Fadenlifting ist eine vergleichsweise neue Methode zur Hautstraffung, die ohne Operation auskommt. Dabei werden vom behandelnden Arzt Fäden aus Polymilchsäure ins Unterhautfettgewebe eingezogen. Die Ergebnisse der Behandlung sind sofort sichtbar: Die Haut wird gestrafft und schlaffes Gewebe gezielt angehoben. 

Für welche Hautpartien ist Fadenlifting möglich?

Grundsätzlich können viele Bereiche des Gesichts behandelt werden. Das Verfahren erlaubt dem Arzt, einzelne Partien gezielt zu konturieren. Nach der Anamnese entscheidet er deshalb darüber, welche Regionen der Haut behandelt werden. Dies können zum Beispiel die Stirn, die Wangen, das Jochbein, das Kinn, die Schläfen oder die Augenbrauen sein. Außerdem kann die Haut am Gesäß, an den Armen und im Intimbereich geliftet werden. Als unmittelbarer Effekt werden an diesen Stellen Fältchen gemindert und Dellen in der Haut entfernt. 

Vorteile des Fadenliftings

Im Vergleich zum klassischen, operativen Lifting bringt die Behandlung mit Fäden einige Vorteile mit sich. Das liegt schon an der Art des minimalinvasiven Eingriffs. Für die Patienten sind folgende positive Eigenschaften besonders interessant:

  • Kaum Narbenbildung
  • Sofortige Ergebnisse
  • Kurze Behandlungszeit
  • Längere Haltbarkeit als bei Unterspritzungen

Resorbierbare Fäden als Weg zum Erfolg

In der Anfangszeit des Verfahrens galt die Behandlung als Risiko. Dies änderte sich grundlegend, als neue Fadenmaterialien eingeführt wurden. Im Gegensatz zu den früher üblichen sind diese heute resorbierbar, das heißt, sie werden im Körper abgebaut. Außerdem löst die verwendete Polymilchsäure noch einen zweiten Effekt aus. Sie befördert die Neuproduktion von Kollagen im behandelten Gewebe. Dies sorgt für eine weitere Verjüngung der Haut an den betreffenden Stellen. Insgesamt wirkt das Ergebnis dadurch sehr natürlich, was ein weiterer Vorteil der Methode ist. 

Der Ablauf einer Behandlung 

Vor Beginn des Eingriffs plant der Arzt den späteren Verlauf der Fäden sehr genau. Auf diese Weise wird es möglich, die Haut präzise und mit dem gewünschten Effekt zu definieren. Die Fäden werden dabei mit einer Micronadel unter die Haut gebracht, sodass keine sichtbaren Narben entstehen. Die Art der Fäden kann der Gesichtspartie, dem Hauttyp und dem Ziel des Eingriffs angepasst werden. So ist es möglich, das Gewebe anzuheben und damit zu straffen oder insbesondere die Neubildung von Kollagen zu befördern. Zur Verfügung stehen dafür glatte, gedrehte und doppelte Fäden sowie Ausführungen mit feinen Widerhaken, die ein Verrutschen verhindern. Die Behandlungszeit richtet sich nach Art und Aufwand des Eingriffs, beträgt jedoch meist nur 30 bis 90 Minuten. Anders als bei operativen Eingriffen ist die Erholungszeit beim Fadenlifting deutlich kürzer. Außerdem sind die Ergebnisse sofort zu erkennen.

Wann ist Fadenlifting nötig?

Mit zunehmender Alterung des Gewebes wirkt die Haut im Gesicht und an anderen Körperpartien oft schlaff und müde. Mit Hilfe des Fadenliftings kann dem entgegengewirkt werden. Die auch als „Happy Lift“ und „Silhouette Soft Lifting“ bekannte Methode sorgt für eine Verjüngung und zusätzliche Straffung der Haut. Daher ist die Anwendung für jeden sinnvoll, der diesen Effekt wünscht. Ob das Verfahren angewandt werden kann, wird vom behandelnden Arzt entschieden. 

Hat das Verfahren auch Nachteile?

Da der Eingriff ohne Vollnarkose auskommt, entfällt dieses Risiko bei der Behandlung. Allerdings müssen auch Fadenlifting-Patienten einige Dinge beachten. So sollten in den ersten Tagen nach der OP zu starke mimische Bewegungen vermieden werden. Lachen oder wütende Grimassen müssen deshalb unterbleiben, nach abgeschlossener Regenration ist das jedoch wieder möglich. Ein weiterer Nachteil besteht dann, wenn einzelne Fäden nicht tief genug gesetzt wurden. Diese können für einige Tage zu sehen sein. Außerdem gibt es bestimmte Personengruppen, für die das Verfahren leider nicht geeignet ist.

 

Für wen ist Fadenlifting nicht geeignet?

Grundsätzlich ist das Fadenlifting nicht möglich, wenn die Haut zu sehr erschlafft oder zu dick ist. In solchen Fällen ist eine erfolgreiche Behandlung nicht gewährleistet. Stattdessen muss auf operative Verfahren zurückgegriffen werden. Hierbei wird überschüssige Haut entfernt, was beim Fadenlifting nicht der Fall ist. Daneben gibt es einige weitere Einschränkungen. Patienten mit Hämophilie, Erkrankungen der Haut und Autoimmunerkrankungen können nicht behandelt werden. Das betrifft ebenso Schwangere und stillende Mütter. Sollte die Haut zu starker Narbenbildung neigen, ist das noch kein Ausschlusskriterium für das Fadenlifting. Allerdings sollte dieses Problem zuvor mit dem Arzt eingehend erörtert werden. 

Behandlung nur vom Facharzt

Wie bei allen minimalinvasiven Techniken erfordert auch das Fadenlifting viel Geschick und Erfahrung des behandelnden Arztes. Der Eingriff sollte deshalb bei einem Facharzt erfolgen, der sich darauf spezialisiert hat. Dieser berät eingehend und kompetent, bevor der Eingriff begonnen wird.