Migräne

Migräne! Der Schmerz im Kopf – was wirklich hilft

Eine Migräne tritt überraschend wie ein Anfall als heftiger und einseitig lokalisierbarer Kopfschmerz auf. Die Schmerzen sind pochend, pulsierend oder stechend. Daneben stellen sich in der Regel auch andere Symptome wie zum Beispiel Übelkeit ein. Durch eine Erregungswelle gefäßentzündender Nervenimpulse weiten sich die Blutgefäße im Gehirn, wodurch die Schmerzen und neurologische Symptome verursacht werden. Dabei erfährt der Betroffene auch eine höhere Lärm- und Lichtempfindlichkeit. Ein weiteres Kennzeichen für eine Migräne ist das periodisch auftretende Beschwerdebild. Bewegung wirkt sich verstärkend auf die Beeinträchtigungen aus. Frauen sind von dieser Erkrankung dreimal höher als Männer betroffen. Ungefähr 10 Prozent der gesamtdeutschen Bevölkerung sind von Migräneleiden betroffen. Die Tendenz ist steigend. Die neurologischen Ausfälle wirken sich massiv auf die Lebensqualität und Bewältigung des alltäglichen Lebens aus. Auftretende Beschwerden sind individuell verschieden und von unterschiedlicher Dauer. Sie können die Betroffenen Stunden oder Tage quälen.

Symptome

Die Anzeichen für eine Migräneattacke sind neben den starken Kopfschmerzen unterschiedlich und vielfältig. Vor dem plötzlichen Einsetzen der starken Kopfschmerzen indizieren oftmals bestimmte Anzeichen den bevorstehenden Migräneanfall. AlsVorboten zählen unter anderem Müdigkeit, häufiges Gähnen und Lärmempfindlichkeit sowie Heißhunger, Stimmungsschwankungen oder Störungen des Magen-Darm-Trakts. Diese Phänomene können über Stunden oder Tage wahrzunehmen sein. Beim Auftreten der Migräne können neben den klassischen Kopfschmerzen folgende Beschwerden zusätzlich auftreten:

  • Sehstörungen
  • Übelkeit
  • Taubheitsgefühle
  • Erbrechen
  • Sprachschwierigkeiten
  • Schwindel und Gangunsicherheit

Es handelt sich in diesen Fällen um eine sogenannte Migräne mit Aura (auch klassische Migräne genannt). Davon sind circa 20 Prozent der Migränepatienten betroffen. Symptome und Verlauf können sich beim Betroffenen im Laufe der Zeit ändern. Im akuten Fall können sie durch Ruhe und Dunkelheit gelindert werden. Nach 4 bis 72 Stunden verklingen die Beschwerden wieder.

Ursachen und Diagnose

Eine Diagnose ist oftmals bereits aufgrund der im ausführlichen Arztgesprächgeschilderten Symptome und einer körperlichen neurologischen Untersuchung möglich. In Zweifelsfällen kann auf bildgebende Verfahren zurückgegriffen werden, vor allem bei anderen vorhandenen Grunderkrankungen. Eine Migräne kann mit der Zeit in einen chronischen Verlauf übergehen. Es können außerdem Komplikationen eintreten. Die ist zum Beispiel bei einer länger andauernden Migräne der Fall. Die auslösenden Ursachenfür eine Migräne sind vielfältig und nicht immer näher zu bestimmen. Verantwortliche Gründe für ein Migräneleiden können unter anderem sein:

  • Stress
  • Medikamenteneinnahme
  • Menstruation, hormonelle Veränderungen
  • Unzureichendes Trinken
  • Unterzuckerung
  • Genetische Faktoren
  • Funktionsstörungen von Botenstoffen (Serotonin)
  • Fehlfunktion des Trigeminus-Nerven 
  • Schlafmangel
  • Föhnwetterlagen
  • Übermäßiger Alkoholgenuss

Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig erforscht. Sie sind unterschiedlich und kommen auch gehäuft bei Patienten vor. Insofern sind bezüglich der Migräne keine allgemeingültigen Aussagen zu den auslösenden Gründen möglich.

Individuelle Hilfe ist möglich

FaltentherapienDie einsetzende Migräne wird überwiegend mit Schmerzmitteln behandelt. In vielen Fällen geschieht dies in Eigentherapie und ohne fundierte Diagnose. Dieser belastende Verlauf wiederholt sich in der Regel immer wieder über viele Jahre hinweg. In den Phasen dazwischen wirkt sich der Gedanke an die ständigen Wiederholungen zermürbend für die Betroffenen aus.

Ungefähr 70 Prozent der Migränepatienten nutzen die heutigen Therapiemöglichkeiten nicht oder nur unzureichend. Von daher bestehtAufklärungsbedarf angesichts fortgeschrittener, innovativer Behandlungsmethoden. Insbesondere der neuen Chance, durch die modernen Möglichkeiten der Migränechirurgie das Problem endgültig aus der Welt zu schaffen, wird zunehmend Beachtung geschenkt.

Dabei handelt es sich um eine in den USA entwickelte Eingriffstechnik, bei der die Wirkung von Botox zu einem dauerhaften Therapieerfolggenutzt wird. Konkret soll dabei eine Druckverminderung des Trigeminus-Nervenserreicht werden. Diese vorteilhafte Methode unterscheidet sich von den konventionellen Behandlungsalternativen dadurch, dass eine Heilung das Behandlungsziel darstellt. Dazu müssen beim Patienten allerdings bestimmte Voraussetzungen vorliegen, die im Rahmen einer vorherigen Überprüfung sicher abgefragt werden können.

In einem Testverfahren kann bezogen auf die gewünschte Wirkung von Botox abgeklärt werden, ob eine Erfolgswahrscheinlichkeit beim Patienten gegeben ist. Dieses neue Verfahren basiert auf fundierten Erkenntnissen der Plastisch Ästhetischen Chirurgie. Auf jeden Fall ist es lohnenswert, diese Behandlungsoption im Hinblick auf die persönlichen Anwendungsmöglichkeiten zu berücksichtigen.