In der Klinik von Dr. Dabernig in Salzburg, wird auch die „echte Gynäkomastie“ behandelt (Gynaecomastia vera). Darunter ist ein vorhandenes Brustdrüsengewebe bei Männern zu verstehen.

Die Hälfte aller Männer haben hinter ihren Warzenhöfen kleinste Brustgewebenester, die normalerweise nicht auffallen. Wenn sich allerdings der Einfluss weiblicher Sexualhormone verstärkt, können sie deutlich wachsen.

 

Echte Gynäkomastie versus Fett

Männer jenseits des 50. Lebensjahres (manchmal auch jüngere Männer) nehmen durch den veränderten Körperhaushalt oft etwas zu. Das vermehrte Fett lässt ebenfalls die Brust wachsen, die zwar genauso aussieht wie bei einer Gynäkomastie, deren Größenwachstum aber nicht oder kaum darauf basiert. In solchen Fällen spricht man von der „falschen Gynäkomastie“, einer Pseudogynäkomastie oder Lipomastie. Der weitaus häufigste Fall ist aber die Mischform von wachsendem Brustdrüsengewebe einer echten Gynäkomastie und vermehrtem Fett. 

 

Auftreten der echten Gynäkomastie

Echte Gynäkomastie durch Ausschüttung weiblicher Sexualhormone tritt bei 65 % aller Männer während ihrer Pubertät auf. In diesem Alter beginnt in den Hoden die Hormonproduktion, wobei neben Testosteron auch Östradiol (eine Östrogenvorstufe) gebildet wird. Wenn die Östradiolkonzentration schneller ansteigt als die Testosteronkonzentration, nehmen vorhandene Brustgewebenester in ihrer Größe zu. Auf diese Weise entsteht die Gynäkomastie. Der Prozess endet mit der Geschlechtsreife, die Brust bildet sich weitgehend wieder zurück. Es gibt aber Fälle, in denen trotz normaler Hormonwerte die Rückbildung ganz oder fast ausbleibt.

 

Weitere Gründe für das Entstehen einer Gynäkomastie

Es gibt neben dem veränderten Hormonhaushalt in der Pubertät und auch in späteren Lebensphasen (bei ~35 % der Betroffenen) noch weitere Gründe für das Auftreten einer Gynäkomastie:

  • physiologische Ursachen im späteren Lebensjahren, auch bei Neugeborenen und in der Pubertät
  • durch einen massiven Gewichtsverlust
  • krankheitsbedingt durch Keimdrüsentumore oder Schilddrüsenerkrankungen
  • durch Einnahme von Drogen und Medikamenten (unter anderem Anabolika und Zytostatika)

Einige Ursachen sind nach wie vor unbekannt. Davon zu unterscheiden ist die schwierige Ermittlung der Ursachen: Bei etwa 80 % aller Betroffenen lässt sich keine schlüssige medizinische Erklärung formulieren. Entweder ist die Ursache unbekannt oder das Auftreten keiner der bekannten Ursachen eindeutig zuzuordnen.

 

Therapieangebot bei Dr. Dabernig

Männer, deren Brust wächst, sollten den Versuch einer Abklärung unternehmen. Es kann sich um eine echte oder unechte Gynäkomastie handeln. Unter anderem wird der Hormonstatus untersucht. Wenn keine ernsthafte Erkrankung vorliegt (Tumor, Schilddrüse), ist zur operativen Korrektur zu raten.